Erkenntnisse aus dem Sonnentheater

Nicht erst seit dem auch aus heutiger Sicht als sehr gelungen zu bezeichnenden Film Moliere von Arian Mnouchkine sollte vor allem die Schlusssequenz dazu genutzt werden, das Leben öfters mal von seinem Ende aus zu denken. Die Chefin des Theatre du Soleil hatte das Leben Molieres 1978 filmisch inszeniert. Man sollte ihn sich heute noch einmal anschauen. Und zwar aus zweierlei Gründen. Zum einen ist der Film brillant inszeniert und der chaotische, kreative und widersprüchliche Charakter des Lebenskünstlers, Bühnenautors und Handwerkers Molieres wird in einer extravaganten, aber sich dennoch auf das Wesentliche konzentrierenden Weise dargestellt. Zum anderen, und das als Hinweis an alle, die sich einer dem Kommunikationszeitalter unkritisch ergebenen Fraktion zurechnen, war der intellektuell sehr anspruchsvolle Film Mnouchkines ein großer, massenwirksamer Erfolg. Das, als Randglosse, wäre heute nicht mehr der Fall, da ein Publikum, das den Ansprüchen des besagten Filmes genügte, schlichtweg in dieser Dimension gar nicht mehr existiert.

Das Interessante jedoch ist die Idee Mnouchkines, den Tod des queren Kauzes so zu inszenieren, wie sie es tat. Der immer wieder kranke, teils misanthropische, teils hedonistische Freak, der seinem Ende entgegen leidet, hangelt sich an einer Treppe herunter. Es ist der letzte Moment seines Lebens und indem er die ausladende Treppe Stufe für Stufe hinuntergleitet, passieren Szenen seines Lebens vor seinem geistigen Auge Revue. Bei den auftauchenden Bildern handelt es sich um eine Auswahl, die das Unterbewusstsein getroffen hat. Genau wie die Tatsache, dass so etwas überhaupt geschieht, unabhängig von dem Willen des Hinscheidenden. Dass eine derartige Inszenierung des eigenen Lebens vor dem menschlichen Auge angesichts des Todes ansteht, wird von Medizinern und Wissenschaftlern nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern auch immer wieder bestätigt. Einigkeit besteht ebenfalls  darüber, dass dem Individuum, dem sich diese Bilder aus dem eigenen Leben einstellen, im Prozess der Wahrnehmung emotionale Felder wie Schmerz oder Freude fehlen. Das hieße, drastisch gesprochen, im Angesicht des Todes erhalten wir eine letzte, allerletzte Chance, unser Leben kalt zu bilanzieren.

Was biologisch wie literarisch interessant erscheint, birgt noch etwas Spielerisches, das blendend dazu geeignet wäre, den eigenen Horizont zu erweitern. Wie wäre es, wenn wir im Hier und Jetzt, in vermeintlich großem Abstand zum Tode, ab und zu, vielleicht einmal pro Dekade, den Abgang auf einer imaginären Treppe simulierten. Dabei müssten wir dem Unterbewusstsein einen Streich spielen respektive zur Seite springen, in dem wir konstruierten, welche unserer Erlebnisse das Gewicht hätten, um im tatsächlich finalen Moment unseres Lebens in der Bilanz aufzutauchen.

Das Ergebnis selbst würde einiges deutlich machen. So banal der Vorschlag, so radikal ist er: Er zwingt uns, unser Leben in seiner Endlichkeit zu betrachten. Dabei wird ein wesentliches Tabu gebrochen. Die Verdrängung der Endlichkeit bedeutet letztendlich die Infusion übertriebener Hoffnung in unser Dasein. Der geübte, und wiederholte Gang über die Treppe des Todes würde Bilder in uns erzeugen, die normal sterblichen Wesen entsprächen und Größenordnungen entsprächen, die menschlicher, realistischer und – demütiger wären. Die immer wieder in uns auftauchende Unzurechnungsfähigkeit aus Größenwahn verlöre an Boden und bescherte uns insgesamt einen anderen Umgang mit uns und der Welt.

Molieres Treppe, aus dem Theatre du Soleil, ist nicht nur ein cineastisch wie literarisch genialer Effekt, es ist könnte auch ein Beitrag sein zu einer anderen, existenziell wesentlichen Selbstwahrnehmung.   

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Epistemologie und Digitalisierung

Die Erkenntnistheorien, die der Aufklärung entsprungen sind, hatten einen Konsens. Es war das Fortschreiten der Bewusstwerdung der Welt nach einem relativ einfachen Schema, das in drei Stufen unterteilt wurde: die erste Ebene der Erkenntnis war die unmittelbare Erfahrung. Unter ihr wurde alles subsumiert, was der Mensch, das erkennende Wesen, direkt mit seinen Sinnen wahrnehmen und verarbeiten konnte. Die zweite Stufe war der qualitative Sprung von der unmittelbaren Erfahrung zu rationalen Erkenntnis. Sie beschrieb den Übergang vom Fühlen zum Kognitiven. Das war die Erkenntnis nach den verbrannten Händen auf der Herdplatte, irgendwann konstruierte das Hirn Zustände und Zusammenhänge, die darauf schließen ließen, dass weiterer Schmerz wahrscheinlich sei und die unmittelbare Erfahrung nicht ein weiteres Mal erforderlich sei. Und schließlich, die dritte Ebene war der Sprung von der rationalen Erkenntnis hin zur Bewusstwerdung und aktiven Gestaltung. Somit war die Tirade von Fühlen -Erkennen – und Tun beschrieben, die immer wieder verifiziert werden konnte und deren Erkenntnis weit in andere Disziplinen hineinreichte, vor allem In die Pädagogik und Didaktik. Denn, so die logische Schlussfolgerung, wenn der Mensch so erkennt und lernt wie beschrieben, dann muss Neues auch so gelehrt werden. Die unmittelbare Erfahrung gilt immer noch als die Mutter aller Erkenntnis.

Der durch die Aufklärung beflügelte Prozess der Zivilisation zeichnet sich vor allem durch eine Reduktion des Unmittelbaren in den Lebensbereichen der Menschen aus. Direkte Erfahrungen, die  Landmenschen mit Natur und Umwelt beschert sind, sind bereits Städtern versagt und enden damit, dass heutzutage Stadtkinder in den Zoo müssen, um ihre erste Kuh zu sehen. Das Anschauungsmaterial für die Rückdrängung des Unmittelbaren ist erdrückend: Kinder spielen kaum noch auf der Straße, freies Streunen durch die Städte ist versagt, ein immens steigender Behütungsdrang der Eltern endet in elektronischen Überwachungssystemen. Die Welt von heute, die es zu entdecken gilt, ist in unseren Breitengraden nahezu frei von Gerüchen, Unwägbarkeiten und Gefahren.

Der Verdrängung der unmittelbaren Erfahrung steht eine anwachsende, heute schon alles dominierende mittelbare Erfahrung gegenüber. Im Zeitalter der Digitalisierung und der flächendeckenden Versorgung mit Zugängen zu den Multi-Mega-Wissensarsenalen der Gegenwart kann sich der Mensch mit Informationen versorgen, ohne vorher Lernprozesse durchgemacht zu haben, die ihn bereits epistemologisch geprägt haben. Und darin liegt eine Katastrophe, deren Ausmaß noch nicht taxiert werden kann. Um es drastisch auszudrücken: wer nichts erfühlt hat auf seinem Weg der Erkenntnis, der wird auch kein Gefühl für das haben, was ihm dar- und angeboten wird. Das, was als rationale Erkenntnis im Gehirn gespeichert wird, hat keine emotionale Grundstruktur.

So sehr die Revolutionierung der artifiziellen Intelligenz auch in Bezug auf ihr Vermögen zu bewundern ist, so sehr hat sie den Menschen von seinem eigenen Produkt entfernt. Die Quelle der Erkenntnis ist die unmittelbare Erfahrung. Wer sie nicht oder nur rudimentär genießt, beginnt sich von seiner eigenen Psyche zugunsten der Ratio zu entfernen. Nichts gegen mehr Ratio in einer Welt, die erstaunlich von Irrationalismen geprägt wird. Aber die mit der Ent-Emotionalisierung verbundene Marginalisierung der Psyche entzieht diese aus dem gesellschaftlichen Diskurs. Es entsteht eine Unterwelt, in der sich niemand mehr außer den Demagogen auskennt. Die Metapher, die vom Menschen übrig bleibt, ist die der trivialen Maschine. Das ist kein Fortschritt. Das ist Mittelalter. Wenn es eine Dialektik der Aufklärung gibt, d.h. wenn der Gedanke zur Befreiung auch immer die Option in sich trägt, das Dasein zu mystifizieren, dann ist die Digitalisierung unserer Welt der beste Beweis.

Grausige Blaupausen

Es geht um das Design. Wie, so muss die Frage gestellt werden, kommen Investoren in Länder, die ihnen politisch verschlossen sind. Wenn die Leitfrage darin besteht, in Regionen einzudringen, die attraktiv sind, weil Bodenschätze vorhanden sind, geostrategische Vorteile lauern und zudem billige Arbeitskräfte rekrutiert werden können, dann muss ein Konzept her, das über die klassische Invasionstechnik hinaus geht. Von großem Vorteil sind heterogene Bevölkerungsstrukturen, die es ermöglichen, von Entrechtungsszenarien auszugehen, die moralisch empören. Das hat sich sehr bewährt. 

Der Kosovo ist so ein Beispiel, bei dem von einem Völkermord der Serben an den Kosovo-Albanern ausgegangen wurde. Die damalige, die militärische Intervention vorbereitende Legende ging von solchen Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus. Bis heute sind Ursache und Wirkung nicht endgültig geklärt. Auch am Internationalen Gerichtshof in Den Haag konnte die Beweisführung nicht überzeugend geführt werden. Fakt ist, dass es Verbrechen gegen Kosovo-Albaner durch Serben gab, ebenso Fakt ist, dass die Mehrheitsbevölkerung aus Serben bestand, gegen die ebenfalls Menschenrechtsverletzungen zu verbuchen waren und die zwangsweise aus ihrem Lebensbereich vertrieben wurden. Versuche der Versöhnung gab es nicht. Fakt ist die gewaltsame Abtrennung des Kosovo von Serbien und die Installierung eines Regimes, vor dem heute die eigene Bevölkerung flieht. Das Resultat ist der Nato-Flughafen Bondsteel, der den Zugriff auf den Nahen Osten absichert.

Die Ukraine ist ein weiteres Beispiel. Im Grunde war die Ukraine vor der Krise bereits ein Staatswesen mit zwei gesellschaftlichen Lebenswelten, einer ukrainischen und einer russischen. Ein Viertel der Bevölkerung, die im Osten des Landes lebt, ist russischer Nationalität. Korrupte Regime und Oligarchen wechselten sich ab, eine Destabilisierung bot sich nahezu an. Sowohl reicher, landwirtschaftlich nutzbarer Boden als auch Gasvorkommen, die die Fracking-Firmen der USA anlocken, stehen zur Disposition. Wieder ging es nicht um Versöhnung oder Menschenrechte und schon gar nicht um das Völkerrecht, als die Eskalation zu verbuchen war. 

Und, eine Prognose sei gewagt: Der nächste Konfliktherd wird die Vojvodina sein, ein weiterer Teil Serbiens, der ebenfalls reich an gutem Boden und interessant ist in Bezug auf amerikanische Öl- und Gaspipelines, die anstatt russischer dort installiert werden sollen. In der Vojvodina leben 55 Prozent Serben, und jeweils im Vergleich sehr geringe Prozentsätze von Kroaten, Albanern, Ungarn, Rumänen und Roma. Irgendeine dieser Minderheiten, so ist zu befürchten, wird die argumentative Geisel für eine neue, aggressive und propagandistisch unterlegte Interventionspolitik sein. Warten wir ab und schauen genau hin. Die Muster gleichen sich.

In allen Fällen, und hier sind nur zwei und ein wahrscheinlich heranziehender aufgelistet, wird das Vorgehen eingebettet von vorher gekauften bzw. installierten Medien, die mit dem moralischen Rüstzeug präpariert sind. Nicht, dass dagegen etwas einzuwenden wäre, wenn diese Medien danach suchen würden, latente oder offene Konflikte auf friedliche Lösungsmöglichkeiten hin zu sondieren. Aber das Gegenteil ist der Fall. Das völkerrechtlich dubiose Abtrennen des Kosovo von Serbien liegt nun eine Weile zurück, das Zeter und Mordio um die Ukraine ist allerdings noch in aller Ohren. Was davon zu halten ist, dokumentiert sogar das nahezu gesamte politische Personal der Abrüstung und Befriedung Europas Ende des letzten Jahrhunderts. Sie kommen nicht mehr zu Wort, weil sie nicht ins Kalkül passen. Das Ziel ist die Destabilisierung der betreffenden Länder und die moralistische Aufladung der Bevölkerung der Länder der vermeintlichen Nutznießer. 

Serbien muß sterbien

Serbien muss sterbien: Vojvodina, der nächster Pseudo-Staat in Europa?

von Wayne Madsen Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union sind bereit, den Krieg den sie im Jahr 1999 gegen […]

von Wayne Madsen

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union sind bereit, den Krieg den sie im Jahr 1999 gegen Serbien unternommen haben, zu beenden. Nachdem sie den Kosovo von Serbien abgetrennt haben, dürften sie jetzt die Vojvodina abtrennen. Hierzu verändern sie jetzt die Bevölkerung, setzen ein neues Team im benachbarten Kroatien an die Macht und kaufen alle Medien in Serbien.serbien_vojvodina

Wenn die Europäische Union (EU) und die NATOihre Zwecke erreichen, wird die serbische Provinz Vojvodina, als nächste Persiflage eines unabhängigen Staates auf dem Balkan, den Weg des Kosovo gehen, der zuvor von der Europäischen Union und der NATO von Serbien abgetrennt wurde, um ein ethnisch albanischer, von den Terroristen der Befreiungsarmee des Kosovo (ASL) regierter Staat zu werden.

Nach der Sezession der serbischen Provinz Kosovodurch die NATO-Truppen dank der Machenschaften der Europäischen Union, wird Serbien nun seine fruchtbare Provinz Vojvodina im Donaubecken an die „Neugestalter der Grenzen“ von Brüssel verlieren. Wenn die jüngsten Kommentare des ehemaligen stellvertretenden NATO-Generalsekretärs sowie der zukünftigen Präsidentin von Kroatien Kolinda Grabar-Kitarović als Leitfaden dienen können, wird Kroatienbald die Bastionsrolle der NATO-Pläne spielen, um diese Region der serbischen Kontrolle zu entziehen. Man wird sie zur multiethnischen und mehrsprachigen Provinz erklären, zur unabhängigen “Heimat” von Ungarn, Roma, Slowaken, Kroaten, Rumänen, sowie albanischen Flüchtlingen, die von der EU aus dem südlichen Teil des ehemaligen Jugoslawien per Bus in diese Region transportiert werden.

petraeus

Mit größter Diskretion hat der KKR Investment Fund im Januar 2015 die wichtigsten großen Medien und Fernsehen Serbiens aufgekauft. KKR hat dem ehemaligen Direktor der CIA, General David Petraeus, die Leitung seiner Denkfabrik anvertraut.

Die Vojvodina wird bereits von den Medien und den von George Soros finanzierten NGOs als der “ungarische Kosovo” bezeichnet, obwohl 66 % der Provinzeinwohner Serben sind. Mit 25 verschiedenen ethnischen Gruppen ist sie eine der ethnisch vielfältigsten Regionen Europas. Für die NATO-Strategen und Soros‘schen Demographie-Ingenieure ist die Vojvodina ein fruchtbarer Boden für ethnische Konflikte und weitere Zersplitterung des Balkans.

Die Ungarn stellen nur 13 % der Bevölkerung, während die Kroaten 2,7 %  und die Slowaken 2,6 % stellen. Soros und die neokonservativen Manipulationsmedien haben für die Vojvodina das Schicksal erkoren, dass sie zur Heimat der Roma (ein “Zigeuner” Volk) wird. Die Roma sind jedoch nicht mehr als 2,1 % der Bevölkerung. Die irredentistischen Ansprüche der Rumänen auf diese Provinz sind lächerlich, wenn man bedenkt, dass sie nur einen winzigen 1,3 % Teil der Bevölkerung der Vojvodina stellen. Die Bunjewatzen (die Kroaten gleichgesetzt werden) und die Russländer stellen einen noch geringeren Anteil an der Gesamtbevölkerung.

Kitarovic

Kolinda Grabar-Kitarović verbrachte ihre ganze Kindheit in den Vereinigten Staaten. 1993 trat sie dem kroatischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten bei und wurde 2003 zum Mitglied des Parlaments gewählt. Sie wurde Minister für europäische Integration, dann Botschafterin in den Vereinigten Staaten und schließlich stellvertretende Generalsekretärin der NATO. Sie wird zum Präsidenten von Kroatien gewählt, eine Funktion,welche sie ab dem 15. Februar 2015 ausübt. Sie ist Mitglied der Trilateralen Kommission.

Nach ihrem sehr knappen Sieg über den derzeitigen kroatischen Präsident Ivo Josipović mit fragwürdigem Vorsprung – manche würden sagen, so etwas wie ein 50-49 von Soros ausgearbeiteter Prozentsatz – verschwendete Grabar-Kitarovićkeine Zeit, um in ihrer Wahlsiegrede Serbien den Fehdehandschuh zuzuwerfen. Sie sagte, dass sie für die Autonomie der Kroaten in der Vojvodinakämpfen werde, in ’codierter Sprache’, d.h., dass sie die Sezession des Gebietes von Serbienunterstützen wird. Grabar-Kitarović kündigte auch an, sie würde die Beziehungen mit Deutschlandwieder herstellen, was nicht sehr verwunderlich ist angesichts der historischen Wechselwirkungen ihrer Partei, der kroatischen demokratischen Gemeinschaft (HDZ). Diese Partei der kroatischen Ustaschi hat einen Marionetten-Staat unter Herrschaft des ’Dritten Reiches’ geschaffen. Die Ansprüche von Grabar-Kitarović hinsichtlich der Vojvodina-Kroaten, vor allem im Gebiet der kroatischen Mehrheit von Sirmium und in der Herzegowina (im derzeitigen Bosnien und Herzegowina) bezeichnet man im heutigen Kroatien als Neo-Ustaschismus (Nationalsozialismus).

Grabar-Kitarović reagierte zudem negativ auf die jüngste Entscheidung des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag, der die gegen Serbien eingereichte Klage wegen Völkermord während des Krieges von 1991-1995 zwischen Kroatien und der damals von Serbien dominierten Bundesrepublik Jugoslawien zurückwies. Der IGH lehnte auch die Gegenanklage von Serbien wegen Völkermord gegen Kroatien ab, ein Völkermord, der von kroatischen Truppen, unterstützt von US-Söldnern, während der Operation “Tempest” begangen worden sein soll. Dieser Blitzkrieg der kroatischen Truppen und ihrer US-Berater gegen die Serbische Republik Krajina im Osten Kroatiens wurde durchgeführt, um die östlichen kroatischen Regionen  ethnisch von Serben zu säubern.

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Jadranka Jureško-Kero sollte zum Premierminister von Kroatien ernannt werden.

Und um ein neues Beispiel für die engen Verbindungen zwischen Neonazismus und Zionismus aufzuzeigen, ist die politische Beraterin von Grabar-Kitarović die Dokumentarfilmerin Jadranka Jureško-Kero, ebenfalls ein US-Implantat in den Regierungsstrukturen von Osteuropa, welche Israel und die zionistische Sache leidenschaftlich unterstützt. Jureško-Kero wohnte seit 1999 im Upper East-Side in Manhattan und ist mit Domagoj Kero verheiratet. Man weiß, dass – falls die HDZ in den bevorstehenden Parlamentswahlen den Sieg erringt – Grabar-Kitarović Frau Juresko zu ihrer Premierministerin machen wird, was der Nation ein weibliches Regierungs-Duett verpasst. Als sie Botschafterin in den Vereinigten Staaten war, hat Grabar-Kitarović ein Handelsabkommen zwischen der großen kroatischen Lebensmittelhersteller Podravka und den US-Handelsketten für kroatisches Rindsgulasch und Hühnerpastete abgeschlossen. Es trifft sich gut, dass die nordamerikanischen Aktivitäten von Podravka von dem Ehemann von Jadranka Jureško-KeroDomagoj Kero, dem ehemaligen Kroatischen Generalkonsul in New York geleitet werden.

Grabar-Kitarović und ihre neokonservativen Verbündeten wiederholen den jetzt häufiger in der Vojvodina hörbaren Refrain, wonach die Region historisch nie serbisch gewesen sei, sondern vor dem ersten Weltkrieg dem österreichisch-ungarischen Reich angehörte. Und in einem Remake des in der östlichen UkraineGeschehenen, nach dem gemeinsam von den Zionisten und Neonazis geführten Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten, Viktor Janukowitsch, wird die serbische Sprache und das kyrillische Alphabet in der Vojvodina auf Wunsch der nicht-Serben unterdrückt, um diese Region in eine deutsch-ungarische Nation mit lateinischem Alphabet umzubauen. Dabei haben die Separatisten der Vojvodina die offene Unterstützung von Victor Orban und von dem neuen deutsch-stämmigen Präsidenten RumäniensKlaus Iohannis.

Die Zeichen, die darauf hinweisen, dass die Vojvodina das nächste Ziel der Allianz der Neokonservativen und von Soros ist, sind klar. Die Europäische Union verlegt die Albaner vom Kosovo, aus Mazedonien und Montenegro in diese Region. Wenn sie in Novi Sad ankommen, der “Hauptstadt” der Vojvodina, geben Gesprächspartner der EU den Albanern 35 Euro für ein Taxi, damit sie sich in der Provinz irgendwo niederlassen und einen Antrag für den ständigen Aufenthalt einreichen. Die letzte Volkszählung ergab nur 3360 Muslime in der Provinz. Die Transplantation von albanischen Muslimen aus anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawiendurch die EU wird jedoch Öl ins Feuer gießen, um eine pro-Unabhängigkeit-Rebellion im Stil des damaligen Kosovo auszulösen.

soros

George Soros hat die ganze Welt mit einem Spinnennetz von Organisationen, sogenannten NGO’s (Nicht-Regierungs-Organisationen) eingewebt, die überall unter dem Deckmantel von Humanität, Zusammenarbeit, “Good Governance”, Freiheit und Nächstenliebe ihr Unwesen treiben. Ihr wahrer Auftrag: Zersetzung, Aushöhlung der Souveränität der Nationalstaaten, Unruhen stiften, UNO-Anträge einbringen, falsche Zeugnisse ablegen, die Klimalüge verbreiten, die Agenda 21 voranbringen…

Die verschiedenen Agenturen von Soros und der Neocons sind hochaktiv in der Vojvodina. Es sind die National Endowment for Democracy [NED] und das Open Society Institute von Soros.Bojan Pajtić, der Präsident der Provinzregierung der Vojvodina, der fließend Ungarisch und Englisch spricht, ist mit den Führungskräften der von Soros und der CIA finanzierten NGOs in gutem Verhältnis. Diese NGOs arbeiten mit der stellvertretenden Staatssekretärin für Europäische Angelegenheiten, Victoria Nuland, eng zusammen, welche Grabar-Kitarović in Kroatien zum Sieg verholfen hatte und bereit ist, in Tateinheit mit professionellen Provokateuren, die vor kurzem aus RumänienUngarnAlbanien und aus Roma-Lagern im Balkan gekommen sind, einen Unabhängigkeitkrieg in der Vojvodinazu entfesseln.

Wenn die Ukraine ein Modell dafür wäre, was Nuland und ihre Neokonservativen mit der Vojvodina vorhaben, dann wird es die ethnische Reinigung der Provinz von den Serben sein und ein für westliche Öl- und Gasgesellschaften befreundetes Land schaffen, um die vorhandenen Kohlenwasserstoffreserven in der östlichen Vojvodina, einer Region namens Banat, auszunutzen.

Genauso wie das Kosovo den Serbien entrissen wurde, um den Durchgang der Transbalkan-Pipeline zur erleichtern und den USA einen permanenten Militärstützpunkt im Camp Bondsteel zu verschafen, soll eine unabhängige Vojvodina die NATO mit verfügbaren Erdöl- und Erdgasressourcen im Banat versorgen und das fruchtbare Donaubecken der Herstellung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln dienen. So wie die Ukraine ist die Vojvodinadas Ziel des westlichen Militär-kommerziellen Komplexes zur Ausbeutung von Kohlenwasserstoffen und das Agro-Business von Monsanto.

Was derzeit in der Vojvodina passiert, ist nichts anderes als eine demographische Manipulation; ein Versuch, die serbische Bevölkerung in der Weise auszugrenzen, wie die in Enklaven lebenden Serben in Zubin PotokZvečan und Kosovska Mitrovicaund Leposavić im Norden des Kosovo ganz vergessen wurden, als die EU in Überstürzung den Kosovo zu einem unabhängigen albanischen Staat deklarierte.

Derzeit haben die NATO und andere westliche Provokateure die ukrainischen Städte von Lugansk, Donezk und Mariupol auf die Titelseite der Weltpresse als Konfliktzonen gesetzt. Wenn die neokonservativen Dämonen wie Grabar-KitarovićJureško-Kero und Nuland ihr Ziel erreichen, werden bald Geschichten über Blutvergießen aus Novi SadSremska Mitrovica, Kanjiza und Suboticagemeldet werden, aus Städten, die auf der ethnischen Trennungslinie in der Vojvodina liegen.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Strategic Culture Foundation

http://www.voltairenet.org/article186797.html

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Die Rendite des Washington Consensus

Das Kalkül ist so kalt wie der Schwanz einer Natter. Seit den achtziger Jahren des letzten Jahrtausends, als die Chicago School of Economics die geistige Herrschaft im Internationalen Währungsfond (IWF) übernahm, wurden verschiedene Kontinente und deren Länder von einer Doktrin überzogen, die mittlerweile auch in der Literatur mit dem Begriff des Schocks bezeichnet wird. Das, was als eine Ideologie von puristischen Marktwirtschaftlern bezeichnet werden muss, trug seitdem den irreführenden Namen des Washington Consensus. Mit dem unterstellten Konsens waren nicht die Länder gemeint, deren Schicksal mit der Doktrin bestimmt wurde. Konsens herrschte lediglich in den Kreisen der Designer der Rezeptur.

In den achtziger Jahren wurde diese Rezeptur vor allem Staaten in Südamerika verabreicht. Staaten, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten waren, mussten die bitteren Pillen schlucken, die auf dem Zettel des Washington Consensus standen. Heute kennt sie jeder: Geldverknappung, Liberalisierung des Marktes, Deregulierung und Privatisierung. Unabhängig von der spezifischen Struktur der Länder, die in die Krise geraten waren, das Rezept blieb das gleiche. Aus der Krise, die bestand, wurde ein Strukturwandel abgeleitet, der in der Regel Schlimmeres bereit stellte. Alles, was zur nationalen Identität beigetragen hatte, wurde eliminiert. Infrastrukturen zerschlagen, Sozialsysteme abgeräumt und Bildungsinstitutionen, wie armselig sie auch sein mochten, wurden dem Erdboden gleichgemacht. Das Resultat war eine Umverteilung des Reichtums: Wohlstand für Wenige, Armut für die Massen. 

Lateinamerika folgten in den neunziger Jahren viele Staaten des ehemaligen Ostblocks und zur Jahrtausendwende Teile Asiens, vor allem deren Tigerstaaten. Und seit der ersten Dekade des neuen Jahrtausends sind es die Staaten, in denen die Arabellion für kurze Zeit Hoffnung auf neue Wege aufkeimen ließ. Ein Spezifikum sollte bei der Auflistung nicht außer Acht gelassen werden: Nach dem Niedergang des so genannten sozialistischen Lagers und der Marktliberalisierung in vielen dieser Staaten war es auch im europäischen Westen zumindest teilweise mit der Vorstellung eines eigenen Weges, der unter der Chiffre Soziale Marktwirtschaft lief, vorbei. Alles, was hierzulande als Demontage dieser Architektur zu beobachten ist, läuft nach der Rezeptur des Washington Consensus. Die Art und Weise, mit der die südeuropäischen Staaten bei den laufenden Krisen-Programmen unter der aktiven Mitwirkung des IWF traktiert werden, entspricht dem alt bekannten Dreischritt: Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung. Jetzt ist die Rosskur auch vor der europäischen Haustür angelangt.

Trotz der verheerenden Wirkungen dieser Programme spricht nichts für eine Kurskorrektur. Die Bundesregierung, federführend der deutsche Finanzminister, sind vehemente Verfechter der Ideologie des freien Marktes, der alles richten wird. Nur den Bedürfnissen der jeweiligen Nationen, denen entspricht er nicht. Dass nun, ausgerechnet aus Staaten, die bewusst seit der Jahrtausendwende destabilisiert und dann mit den Radikalkuren des IWF überzogen wurden und dessen Kredite dazu genutzt wurden, u.a. in deutschen Waffenschmieden großzügig einzukaufen, um die Gewinner in diesen Ländern an der Macht zu halten, dass nun aus diesen Ländern die Ärmsten der Armen die letzte Hoffnung in den wirtschaftlich prosperierenden Zentren suchen und sich in Nussschalen werfen, um dem Elend über das Mittelmeer zu entfliehen, ist nur folgerichtig. 

Nun wird darüber nachgesonnen, wie man das menschliche Strandgut in den Ländern, aus denen sie fliehen, halten könne. Es ist eine rhetorische Frage, die an Zynismus nicht mehr zu überbieten ist. Jede Kreatur, die in den Wogen des Mare Nostrum ersäuft, ist eine Rendite auf den Washington Consensus.   

Natur und Geist

NATUR UND GEIST

Denn wenn die Evolution die fortschreitende Offenbarung seitens der Natur von dem ist, was in ihr schlief oder involviert in ihr wirkte, dann ist die Natur auch die offenbare Realisation von dem, was sie insgeheim ist. Wir können sie also nicht auf einer bestimmten Stufe ihrer Evolution bitten, innezuhalten, und wir haben auch nicht das Recht, mit den Vertretern der Religion als verkehrt und anmaßend oder, mit Vertretern des Rationalismus, als Krankheit oder Halluzinationen ihre etwaige Absicht oder ihr Bemühen zu verurteilen, über die jetzige Stufe hinauszugehen. Wenn es wahr ist, dass Geist in Materie involviert und sichtbare Natur insgeheim Gott ist, dann ist es für den Menschen auf Erden das erhabenste und legitime Ziel, in sich selbst das Göttliche zu offenbaren und Gott im Innern und nach außen hin zu verwirklichen.

Barbarische Ratgeber

Woher, so muss gefragt werden, stammt eigentlich diese eigenartige Faszination und Sympathie für Australien. Immer wieder, spätestens seit der Olympiade in Sidney, wurde das deutsche Publikum überzogen mit Berichten über dieses scheinbar so grandiose Land. Seitdem setzte nahezu ein Boom ein, der junge Leute dorthin trieb. Selbst das lausigste Englisch, das auf diesem Planeten gesprochen wird, kann Lernwillige aus Deutschland nicht davon abhalten, dorthin zu reisen, um der englischen Sprache mächtig zu werden. Einfach ein tolles Land, so heißt es, mit allen Klimazonen und allen Freiheiten, die man sich nur vorstellen kann.

Der so genannte fünfte Kontinent hat seine eigene Geschichte. Erschlossen wurde er als britische Dependance, vorwiegend mit Personal aus den Gefängnissen des Mutterlandes. Daher war es nur folgerichtig, dass die Siedler scherzhaft und treffend zugleich als PROMEs bezeichnet wurden, als Prisoners of Mother England. Das Milieu, aus dem sie kamen, prädestinierte die Methoden, mit denen sie ein Staatswesen aufbauten. Wie der amerikanischen, so standen auch der britischen Siedlergesellschaft diejenigen im Weg, die dort eigentlich ansässig waren. Die Geschichte der Aborigines in Australien ist die Geschichte eines Holocausts, der nur nicht als solcher in die Annalen eingegangen ist. Vertreibung, Deportation, Arbeitslager, völlige Entrechtung und letztendlich sogar die Enteignung einer ganzen Generation von Kindern waren die Bilanz. Bis ins 21. Jahrhundert haben die unterschiedlichen australischen Regierungen es verstanden, diese Geschichte zu leugnen. 

Zu dem zivilisatorischen Massaker an der Aborigines kam in den letzten Jahrzehnten eine Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge, wie sie zynischer und barbarischer nicht sein kann. Flugzeuge, die aus Asien kamen, wurden mit ätzenden Mitteln inklusive der ankommenden Menschen desinfiziert, Schiffe mit Flüchtlingen, die auf die australische Küste zusteuerten, wurden gnadenlos zurückgewiesen, selbst den Haien wurden sie vorgeworfen. Der damalige Premier Howard, der, wie seine Nachfolger auch, mit einem Slang vor die Kameras trat, als sei er soeben einem Hochsicherheitstrakt entflohen, rühmte sich noch öffentlich mit solchen Taten. 

Und genau diese australische Regierung bietet sich nun, angesichts der grausigen Dramen, denen Tausende von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer ausgesetzt sind, der EU als Berater an. Die Botschaft ist klar: Niemand darf rein, bleibt hart, lässt die Barbaren nicht auf euren Kontinent. Es scheint keinen Grund zu geben, sich zurück zu halten. So kommt es, wenn eine Aura um das weißeste Land dieses Planeten gepflegt wird, die nichts mit dem gemein hat, wofür dieses Gesellschaftsmodell tatsächlich steht. Spannend bleibt allenfalls, ob irgendein Politiker aus unserer Hemisphäre die Chuzpe besitzt, auf die Ratschläge aus Down Under überhaupt einzugehen.

Unabhängig von dem Fiasko auf dem Mittelmeer, das die offiziell formulierten moralischen Ansprüche der Europäischen Gemeinschaft vor eine bittere Realität stellt, ist es nun an der Zeit, die Apologeten der political correctness auf ihre eigenen Ansprüche zu hinterfragen. Bis dato wurde keine Stimme aus dem Lager der vereinigten Moralisten laut, die sich mit den rassistischen und menschenverachtenden Statements von australischer Seite auseinandergesetzt hätte. Sollte das so bleiben, dann lieferten sie ein neues, tiefgreifendes Beispiel für die eigene Verlogenheit. Wieviel Wert besitzen die Argumente derjenigen, die nach Militärinterventionen in anderen Fällen schreien, wenn sie in diesem Falle schweigen, als besäße die australische Position keine Relevanz? Vieles spricht für das Muster der doppelten Standards. Alles, was im Sinne von Demokratie und Menschenrechten reklamiert wird, verkommt zu einer trüben Rhetorik, der auf diesem Globus kaum noch jemand auf den Leim geht.